Wie funktioniert ein Bus eigentlich? Und woran orientiere ich mich als blinder oder sehbehinderter Mensch beim Ein- und Aussteigen? Diesen Fragen konnten Schülerinnen und Schüler des Betty-Hirsch-Schulzentrums bei einer besonderen Aktion auf den Grund gehen. Von der SSB wurde ein Bus direkt am Kräherwald bereitgestellt. Dort konnten die Jugendlichen das Fahrzeug in Ruhe erkunden – eine Gelegenheit, die es im normalen Linienbetrieb so nicht gibt.
Die Teilnehmenden lernten unter anderem die Stopp-Tasten, den Ticketentwerter, die Türen, die Rampe und die Absenkautomatik kennen. Die Fahrer erklärten die Technik, beantworteten Fragen und ermöglichten sogar einen Blick vom Fahrersitz aus.
Für viele Schülerinnen und Schüler war die Aktion weit mehr als ein spannender Ausflug. Sie konnten Erfahrungen sammeln, die ihnen im Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln Sicherheit geben. Besonders im Bereich Orientierung und Mobilität (O&M) sind solche praktischen Einblicke wertvoll, weil sie helfen, Berührungsängste abzubauen und Selbstständigkeit zu fördern.
Die Begeisterung war groß:
„Ich habe viele Antworten auf meine Fragen bekommen. Es war schön, auf dem Fahrersitz zu sitzen.“
„Ich habe viel über den Beruf Busfahrer gelernt.“
„Ich konnte den Motor und viele andere Dinge in Ruhe anschauen.“
Die Rückmeldungen zeigen, wie wichtig praktische Erfahrungen für die Orientierung im Alltag sind. Viele der Jugendlichen nutzten die Gelegenheit, um Dinge kennenzulernen, die bei einer normalen Busfahrt verborgen bleiben.


